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Profi-Meinung

Dem Pferd die Zeit auf der Weide so angenehm wie möglich zu machen ist für Amateur- und Profireiter gleichermaßen von Bedeutung. Wir haben die international erfolgreiche Vielseitigkeitsreiterin Anna Siemer aus Luhmühlen gefragt, wie der Weidegang in ihrem Stall aussieht.

Profimeinung

Täglicher Weidegang auch bei Sportpferden:
Warum? Wie handhabst du das?

Es kommen alle Pferde stundenweise auf die Weide, damit sie sich austoben können und beim Reiten nicht so wild sind. Für die Gesundheit der Pferde ist es extrem wichtig. Die Lungen, Abwehrkräfte und auch der Bewegungsapparat werden gestärkt und belastbarer. Aber auch für die mentale Gesundheit hat der tägliche Weidegang eine besondere Bedeutung. Einige Pferde kommen einzeln raus, einige zu zweit. Sie kommen bei jedem Wetter raus. Bei 3° C Grad, Wind, Schnee- und Nieselregen gegebenenfalls nicht so lange. Beinschutz verwenden wir auf der Weide nicht. Nur FRH Butts Avondale wird mit den Gamaschen ART FUR extra geschützt.


Benutzt du Beingurte?

Wir benutzen keine Beingurte, nur tiefe Hinterhandkordeln. Am liebsten die elastischen Tubes mit Gummiüberzug, weil sie leicht zu reinigen sind. Je tiefer die Kordel sitzt, umso besser bleibt die Decke in Position, auch beim Wälzen oder Toben. Das Anbringen von Beingurten ist für unseren Stallalltag zu zeitintensiv. Außerdem braucht man keine Beingurte, wenn die Decke gut sitzt. Da genügt die Hinterhandkordel.


Worauf achtest du bei einer Outdoordecke?

Bei der Passform gucken wir ganz individuell, was für das Pferd das Beste ist. Es ist grundsätzlich total wichtig, dass die Decke beim Wälzen oder unkontrolliertem Buckeln und Galoppieren nicht verrutscht. Wir verwenden normale Decken und Decken mit High-Neck Passform. Beim Material achten wir darauf, dass es wasserdicht und stabil ist. Auch wenn die Pferde lange draußen stehen und sich im Matsch wälzen, muss die Decke unten trocken bleiben.